Über uns

Der Kooperationsverbund gegen Antiziganismus ist ein Zusammenschluss aus fünf bundesweit tätigen Trägern, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ seit 2025 im Programmbereich „Aufbau einer bundeszentralen Infrastruktur“ gefördert werden.

Ziel des Kooperationsverbundes ist es, die bundesweite Präventionsarbeit gegen Antiziganismus sowie das Empowerment von Sinti und Roma zu stärken. Um Wissen und Expertise zur Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma innerhalb der bundesdeutschen Gesellschaft zu verbreitern und die antiziganismuskritische Bildungsarbeit qualitativ weiterzuentwickeln, bauen wir Angebote und Strukturen auf, bilden Netzwerke und Bündnisse und organisieren einen Fachaustausch zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteur*innen sowie der Wissenschaft. Im Sinne einer fachpolitischen Interessensvertretung wollen wir zudem die Sichtbarkeit des Themenfeldes Antiziganismus insgesamt erhöhen, stets unter Berücksichtigung der Perspektiven von Sinti und Roma, die wir in ihrer Vielfalt abbilden möchten.

Im Rahmen des Bundesprogramms arbeitet der Kooperationsverbund zudem eng mit der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA e.V.) zusammen.

Die Verbundpartner

Bildungsforum gegen Antiziganismus

Das Bildungsforum gegen Antiziganismus ist ein Ort des offenen und demokratischen Dialogs, wo Minderheit und Mehrheitsgesellschaft gleichermaßen zusammenkommen. Einerseits, um die Mehrheitsgesellschaft zu sensibilisieren und damit antiziganistischen Denkstrukturen entgegenzuwirken. Andererseits, um Angehörigen der Minderheiten einen Raum zu bieten, in dem eigene Themen gesetzt und so die Identität gestärkt werden kann. Gemeinsames Anliegen ist es, mit den tief verwurzelten und über Jahrhunderte tradierten antiziganistischen Bildern zu brechen und sich für die gleichberechtigte Stellung von Sinti und Roma in einer pluralen Gesellschaft einzusetzen.

Mit Angeboten für Multiplikator_innen im (außer-)schulischen Bildungsbereich und für Verantwortliche in zivilgesellschaftlichen Kontexten sowie staatlichen Institutionen werden vielfältige Zielgruppen erreicht, Ergebnisse in die Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft implementiert und praktisch umgesetzt.

Unsere Schwerpunkte sind Präventionsarbeit gegen Antiziganismus und Empowerment für Sinti und Roma. Historische und gegenwärtige Formen des Antiziganismus werden in Bildungsangeboten wie Workshops, Studienfahrten oder Fachtagungen mit einem breiten Adressatenkreis thematisiert und kritisch reflektiert.

Das Bildungsforum gegen Antiziganismus ist die Koordinierungsstelle des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus. Es ist Teil des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

 

Kontakt
Bildungsforum gegen Antiziganismus
Teil des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma
Prinzenstraße 84.2
10969 Berlin

Tel: +49 (0) 30 69 00 42 29 0
Email: berlin@sintiundroma.de
gegen-antiziganismus.de

Amaro Drom e.V.

Amaro Drom setzt sich im Kooperationsverbund für eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Roma und Sinti sowie eine nachhaltig wirksame Prävention gegen antiziganistische Voreinstellungen, Ausgrenzungsmuster und Gewalttaten ein. Dabei fördert Amaro Drom vor allem den Ausbau des Empowerments und der Weiterbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und sorgt für eine stärkere Berücksichtigung der Sichtweisen junger Roma und Sinti in der bundesweiten Präventionsarbeit gegen Antiziganismus.

Im Rahmen des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus verfolgt Amaro Drom e.V. die folgenden Ziele:

    • Empowerment junger Roma und Sinti und Aufbau und Etablierung von zehn Jugendgruppen im Bundesgebiet
    • Qualifizierung und Ausbildung junger Roma und Sinti zu Multiplikator*innen der Verbands- und der antiziganismuskritischen Bildungsarbeit
    • Stärkung des bundesweiten Zusammenhalts und des Austausches zwischen den lokalen Jugendgruppen sowie Vernetzung mit internationalen Jugendgruppen
    • Sensibilisierung junger Angehöriger der Mehrheitsgesellschaft sowie von Lehrer*innen und Lehramtsstudierenden im Hinblick auf Antiziganismus und die Geschichte und Gegenwart von Roma und Sinti
    • Sichtbarmachung der Perspektiven und der Lebenswelten junger Roma und Sinti in der bundesweiten Jugendbildungsarbeit und den sozialen Medien

Kontakt
Amaro Drom e.V.
Prinzenstraße 84 Aufgang I
10969 Berlin

Tel: +49 (0)30 61 62 00 10
E-Mail: info@amarodrom.de
amarodrom.de

Netzwerk Sinti Roma Kirchen

Als Koordinierungsstelle des Netzwerks Sinti Roma Kirchen setzt sich die Evangelische Akademie zu Berlin dafür ein, diskriminierende Strukturen in Gesellschaft und Kirche aufzubrechen und die selbstbestimmte Interessenvertretung von Sinti* und Roma* in den Blickpunkt zu rücken. Dabei arbeitet sie eng mit der Landesvertretung deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg Sinti Powerclub und dem Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad zusammen.

Die gemeinsame Arbeit der drei Partner dient der Sensibilisierung der Gesellschaft für Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen des jahrhundertelangen Antiziganismus. Es leistet erinnerungspolitische Arbeit und schafft Bildungs- und Begegnungsräume, die sich in verschiedenen Angeboten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen manifestieren. Der Anteil der Kirche an der Verfolgungsgeschichte der Sint* und Roma* sowie an Antiziganismus in der Gegenwart ist ebenso Thema wie die Entwicklung von Strategien zur weiteren Bekämpfung von Diskriminierung. 

Vernetzung von Kirchen, Gemeinden und Selbstorganisationen

Die drei Projektpartner*innen agieren im Namen des Netzwerks Sinti Roma Kirchen, das seit 2017 engagierte Menschen aus der Minderheit und den Kirchen zusammenbringt, um gleichberechtigte Teilhabe voranzutreiben. Das Netzwerk fördert, inspiriert und vernetzt gemeinsame Aktivitäten von Kirchen, Gemeinden und Selbstorganisationen auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. Es versteht sich als Forum für den Austausch von Erfahrungen sowie als Impulsgeber konkreter Maßnahmen gegen Antiziganismus und für eine Zukunft ohne Diskriminierung – ohne Angst, verschieden zu sein. 

Kontakt
Evangelische Akademie zu Berlin gGmbH
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin

Tel.: (030) 203 55 – 0
E-Mail: eazb@eaberlin.de
www.eaberlin.de

 

Kompetenzstelle gegen Antziganismus (KogA)

„Die Kompetenzstelle gegen Antiziganismus“ (KogA) ist als Projekt der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten seit 2015 aktiv in der Bildungsarbeit gegen Antiziganismus mit einem besonderen Fokus auf historisch-politische Bildungsarbeit im NS-Gedenkstättenkontext.

Eines unserer Hauptziele war und ist es, berufliche Multiplikator*innen und Institutionen aus verschiedenen Bereichen für antiziganismuskritisches, vorurteils- und diskriminierungsbewusstes Handeln zu qualifizieren und zu beraten, um die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti* und Roma* zu unterstützen und gegen Antiziganismus vorzugehen. Außerdem stehen wir Akteur*innen aus der Gedenkstättenlandschaft unterstützend zur Seite, die Antiziganismus als historisches Phänomen stärker thematisieren wollen. Als Teil des Kooperationsverbundes sind wir außerdem zunehmend über unsere eigenen Accounts präsent in sozialen Medien und leisten dort in verschiedenen Formaten politische Bildungsarbeit. Außerdem organisieren leicht zugängliche kulturelle Veranstaltungen in unserem Themenfeld. Dabei ist es gleichzeitig unser Anliegen, eine bundesweite Infrastruktur mit aufzubauen, Antiziganismus in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und Selbstorganisationen als Verbündete zu unterstützen.

 Kontakt
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Kompetenzstelle gegen Antiziganismus
Im Güldenen Winkel 8
29223 Celle

Tel: +49 (0) 5141 – 933 55 – 40
E-Mail: projekt.koga@stiftung-ng.de
koga-sng.de

Critical Film & Image Hub

Filme und Bilder prägen unsere Wahrnehmung der Welt und spielen eine wesentliche Rolle bei der Bildung und Manifestation von Vorurteilen. Der Critical Film & Image Hub ist ein Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus (FSA) der Universität Heidelberg.

Unser interdisziplinäres Team erforscht die Mechanismen des visuellen und medialen Antiziganismus und macht antiziganistische Narrative, Motive und ästhetische Muster sichtbar. Durch Bildungsmaterialien und antidiskriminatorische Gegenstrategien fördert der Hub die kritische Medienkompetenz und die antiziganismuskritische Rezeption und Produktion visueller Medien.

Kontakt
Forschungsstelle Antiziganismus
Hauptstraße 216
69117 Heidelberg

Tel: +49 6221 54-37701
E-Mail: Radmila.Mladenova@zegk.uni-heidelberg.de (Projektleiterin)

Website: Critical Film & Image Hub – Forschungsstelle Antiziganismus 
Instagram: The Critical Film & Image Hub (@criticalfilmhub)
YouTube: The Critical Film & Image Hub – YouTube
LinkedIn: Film Hub | LinkedIn