Erinnern an eine Zukunft
Der Rroma Aether Klub Theater Berlin in Kooperation mit dem Rom*nja Theaterkollektiv Berlin, widmet sich in dieser szenischen Lesung dem Thema Erinnern. Die Veranstaltung wird organisiert durch das Projekt „Kompetenzstelle gegen Antiziganismus“ und ist eingebettet in den jährlich stattfindenden Rom*nja Power Month, der in Berlin seit über 10 Jahren von Romaniphen ausgerichtet wird.
Im Nationalsozialismus wurden Rom*nja und Sinti*zze systematisch rassistisch verfolgt und ermordet. Lange wurde dieser Genozid (Romanes: Porajmos) in Deutschland nicht anerkannt. Das transgenerationale Trauma hat sich tief in das Leben der Minderheit eingeschrieben. Die fehlende Aufarbeitung des Porajmos durch die Dominanzgesellschaft erhält bis heute die rassistischen Stereotype und reproduziert fortlaufend strukturelle und gesellschaftliche Diskriminierung. Doch schon immer hat es Widerstand und Empowerment aus der Community gegeben – auch heute. Das Erkämpfen der Mitbestimmung des gesamtgesellschaftlichen Erinnerns, der Hoheit über die eigenen Identitäten und der Selbstbestimmung von Rom*nja und Sinti*zze prägt die Biografien der Community. Wir möchten durch diese szenische Lesung aus dem Erzählband „Erinnern an eine Zukunft“ gemeinsam genauer hinschauen und uns mit einer pluralen Erinnerungskultur auseinandersetzen.
Im Anschluss wird ein Q&A mit den Künstler*innen stattfinden.
Wir freuen uns auf Sie!
